5 Dinge, die Du über Make-Up-Pinsel wissen solltest

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Natürlich braucht kein Mensch diese Vielfalt an Pinseln, wie sie Verrückte  Liebhaberinnen wie ich besitzen. Dennoch sollte man – solange man in Sachen Make-Up tendenziell perfektionistisch veranlagt ist – Pinsel wohlüberlegt kaufen. Bevor ich Euch in einem separaten Artikel meine Pinsel zeige, möchte ich vorab ein paar wissenwerte Fakten und Tipps zum Thema Pinsel auflisten.

1. Lerne den Wert der Pinsel kennen!

Das ist der erste Punkt, den ich unbedingt ansprechen will. Pinsel sind ein wichtiges Werkzeug für jeden, der Wert auf ein gutes Make-Up Ergebnis legt. Selbst mittelprächtige Kosmetik kann mit dem richtigen Pinsel ein gutes Ergebnis im Gesicht erzielen. Und umgekehrt: Mit dem falschen Pinsel kann das Ergebnis viel schneller fleckig, streifig oder kalkig aussehen. Pinsel bilden die Grundbasis, das Fundament, auf dem das Make-Up später steht. Und ja: Mit guten Pinseln macht der Auftrag um einiges mehr Spaß!

2. Du brauchst nicht viele, aber dafür sehr gute Pinsel!

Mal angenommen, ein Einbrecher würde mir all meine Pinsel wegnehmen… ok, das lassen wir, daran will ich gar nicht denken. Mal angenommen: Eine Freundin, die zuvor nicht viel wert auf Pinsel gelegt hat, würde mich fragen, welche Pinsel sie auf jeden Fall brauchen würde. Ich würde antworten:

– einen Puderpinsel (Naturhaar)
– einen Foundationpinsel (fest gebunden, Stippling, Synthetik)
– einen Rouge-Pinsel (Naturhaar)
– einen Lidschattenpinsel (Naturhaar oder Mix mit Synthetik)

Das sind vier Pinsel, mit denen jedes Make-Up realisierbar wird. Jetzt kommt aber der Haken: Alle vier Pinsel müssen von sehr guter Qualität sein. Wer etwas mehr Geld investieren kann und möchte, sollte sich bei den Japanern umsehen (z.B. Hakuhodo) oder aus hiesigen Gefilden Tom Ford. Das sind dann die Ferraris unter den Pinseln. Wer voerst nicht so viel Geld ausgeben möchte, aber dennoch passable Pinsel möchte, sollte sich bei Real Techniques (aus UK) oder Zoeva umsehen. 

3. Erkenne gute Pinsel!

Pinsel sind keine Wegwerf-Produkte und sollten Jahre halten. Neben einer guten Pflege ist auch die Qualität hierbei entscheidend!

  • Schritt eins: Fühlen. Tupfe mit dem Pinsel auf Deinen Handrücken. Piekst es? Dann ist das kein gutes Werkzeug für das Gesicht.
  • Schritt zwei: Leicht ziehen. Umhülle die Pinsel-Haare mit deiner Hand und streife sanft nach vorne. Wenn dabei zu viele Haare verloren gehen, ist der Pinsel von keiner guten Qualität.
  • Schritt drei: die Halterung prüfen. macht der Pinselstiel einen wertigen und stabilen Eindruck? Wie gut ist die Halterung zwischen Pinselstiel und -härchen? Wenn Du hier das Gefühl hast, dass die Konstruktion instabil oder wacklig ist: Hände weg.

4. Pinselreinigung: Regelmäßig, schonend und günstig!

Als Faustregel gilt: Je weniger Pinsel du pro Anwendungsgebiet besitzt, desto häufiger musst du waschen. Jeder Pinsel sollte 1x pro Woche gereinigt werden. Für die schnelle Reinigung zwischendurch empfehlen sich Reinigungssprays, wie z.B. von MAC, die direkt auf die Härchen gesprüht und mit einem Kosmetiktuch abgetragen werden. Für die Tiefenreinigung muss aber Wasser und Seife her. Die völlig überteuerten Pinselseifen könnt Ihr getrost vergessen. Sie machen den Job nicht besser als die gute, alte Kernseife. Wichtig bei der Reinigung ist, dass so gut wie kein Wasser an die Pinselhalterung kommen sollte und dass die Pinsel nach dem Waschen sanft in Form gestrichen und liegend auf einem Handruch getrocknet werden.  Eine ausführliche Anleitung findet Ihr hier.

5. Naturhaar-Pinsel vs. Synthetik-Pinsel

Der große Unterschied der beiden Materialien sind zum einen der Preis (Naturhaarpinsel kosten deutlich mehr Geld) als auch das Gefühl beim Auftrag. Naturhaare können unglaublich weich und fluffig sein und eignen sich daher beispielsweise perfekt für Gesichtspuder. 

Stets galt die Regel: Naturhaare für pudrige Konsistenzen, Synthetik für flüssige Konsistenzen. Auch ich habe lange nach dieser Regel gelebt und mir eingebildet, dass es wahr ist, weil es irgendwo mal geschrieben stand. Tom Ford hat mich des Besseren gelehrt. Seine "Cream Foundation" Pinsel sind aus Naturhaar und erzielen ein so ebenmäßiges Ergebnis, dass ich vor Glück niederknien möchte. Das Dumme ist: Für flüssige Konsistenzen findet man so gut wie keine reinen Naturhaarpinsel. 

Soviel also zur Theorie. Der Artikel mit meinen Schätzchen folgt alsbald :)

9 comments on 5 Dinge, die Du über Make-Up-Pinsel wissen solltest

  1. Sally
    08/03/2015 at 21:29 (2 Jahren ago)

    Toller Post und mit guten Tipp! Ich bin leider sehr waschfaul und hab deswegen mehrere Pinsel :D

    Antworten
    • Maria
      Maria
      08/03/2015 at 22:06 (2 Jahren ago)

      Geht mir auch so :D

      Antworten
  2. Kathi
    09/03/2015 at 16:17 (2 Jahren ago)

    Super Tipps! Ich habe meine Pinsel ziemlich schnell auf hochwertige und teure umgestellt und zum Glück kaum Erfahrungen mit Flop-Pinseln. Weil ich das Waschen immer raus zögere, habe ich auch einige Pinsel rumstehen. Einen gute Ausrede, um auch öfter mal einen Neuen zu kaufen :D
    Liebe Grüße
    Kathi

    Antworten
    • Maria
      Maria
      09/03/2015 at 17:57 (2 Jahren ago)

      Ich finde das auch durchaus legitim. Bei Klamotten ist das bei mir übrigens auch ein bisschen so :D

      Antworten
  3. kirschbluetenschnee
    09/03/2015 at 17:52 (2 Jahren ago)

    Mir reichen meine Pinsel von Zoeva, nur der 217er von MAC musste sein (den würde ich auch immer wieder nachkaufen). Allerdings komme ich mit Naturhaar überhaupt nicht klar (abgesehen jetzt vom 217, der düfte aus Naturhaar sein), egal wie teuer die Pinsel auch waaren, die Haare pieksen und ich finde auch den Geruch furchtbar, bleibe also bei meinen Synthetikpinseln :)

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    • Maria
      Maria
      09/03/2015 at 17:58 (2 Jahren ago)

      Probier mal Hakuhodo PInsel. Die sind so  butterweich wie eine Feder <3

      Antworten
  4. Divachen22
    11/04/2015 at 19:30 (2 Jahren ago)

    Hallo Maria,
    hast Du einen Tip wo man am besten japanische Pinsel im speziellen Shu Uemura in MÜnchen kaufen kann.
    Derzeit verwende ich MAC, die sind gut- aber beim kleinen und großen Stinktier 187 und 188 gehen immer die Haare aus- was mich in der Preisklasse doch ärgert.
    Online habe ich bisher nur USA gesehen. Danke für Deine Hilfe

    Antworten
    • Maria
      Maria
      17/04/2015 at 10:53 (2 Jahren ago)

      Hallo,

      leider habe ich noch keine Erfahrung mit Shu Uemura Pinseln oder bzgl. Bezugsquellen :(

       

      tut mir leid

      Antworten

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